Sächsische Corona-Schutz-Verordnung vom 21.10.2020

Zweistufiges System zur Festlegung von Maßnahmen wird eingeführt.

Für Gebiete mit erhöhtem Infektionsgeschehen gilt:


Ab 35 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen:

Erhebung von personenbezogenen Daten zur Nachverfolgung von Infektionen durch Veranstalter und Betreiber von Betrieben, Sportstätten, Gastronomie, Hotels, Beherbergungsstätten, Hochschulen, Aus- und Fortbildungsstätten sowie von Ansammlungen im öffentlichen Raum, ausgenommen ist der Bereich von Geschäften, Läden und Verkaufsständen
Begrenzung von Feierlichkeiten auf bis zu 25 Personen ausschließlich im Familien- und Freundeskreis im öffentlichen und privaten Raum
Mund-Nasenbedeckung im öffentlichen Raum an Orten, an denen Menschen dichter oder länger zusammenkommen, auch bei Versammlungen
Veranstaltungen – im Außenbereich max. 250 Personen und in geschlossenen Räumlichkeiten max. 150 Personen, Ausnahmen sind nur möglich, wenn ein neues Hygienekonzept mit dem Gesundheitsamt abgestimmt ist
Sperrstunden sind von 23 Uhr bis 5 Uhr des Folgetages für Schank- und Speisewirtschaften – Kein Alkoholausschank
Tragen einer Mund-Nasenbedeckung in Schulgebäuden und auf dem Gelände, jeweils mit Ausnahme des Unterrichts


Ab 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner werden die oben genannten Maßnahmen weiter verschärft:

Feierlichkeiten ausschließlich im Familien- und Freundeskreis im öffentlichen und privaten Raum mit bis zu zehn Personen aus höchstens zwei Hausständen zulässig,
Tragen einer Mund-Nasenbedeckung in öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten mit regelmäßigem Publikumsverkehr
Sperrstunden von 22 Uhr bis 5 Uhr des Folgetages in Schank- und Speisewirtschaften zu schließen. Kein Alkoholausschank
Max. 100 Teilnehmer bei Veranstaltungen, Ausnahmen sind nur möglich, wenn ein neues Hygienekonzept mit dem Gesundheitsamt abgestimmt is
Wenn der Inzidenzwert von 50 nicht binnen zehn Tagen unterschritten wird, sind Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum auf zwei Hausstände oder fünf Personen beschränkt
Weihnachtsmärkte

Es ist grundsätzlich erlaubt, Weihnachtsmärkte auszurichten. Bedingung ist ein vom örtlichen Gesundheitsamt genehmigtes Hygienekonzept. Eine datenschutzkonforme Erhebung von Kontaktdaten wird empfohlen. Es gelten die allgemein gültigen Schutzmaßnahmen und die Maßnahmen, die bei erhöhtem Infektionsgeschehen eintreten. Darüber hinaus können die örtlichen Behörden weitere Anordnungen festlegen.

Veranstalter eines Weihnachtsmarktes sind verpflichtet, ab 20 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen vor Beginn des Weihnachtsmarktes, Kontakt mit den örtlichen Behörden aufzunehmen.

 Die neue Verordnung tritt am 24. Oktober in Kraft. § 4a (Weihnachtsmärkte) tritt mit Ablauf des 6. Januars 2021 außer Kraft. Im Übrigen tritt diese Verordnung mit Ablauf des 25. Januar außer Kraft.

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