Wohin in der Corona-Krise?

Die Regierung hat uns Bürgern Beschränkungen auferlegt, die für den Erhalt unserer Gesundheit außerordentlich wichtig sind. Die Corona-Pandemie zwingt uns, in unseren Wohnungen und Häusern zu bleiben. Kontakte mit Personen außerhalb unserer Familien sollen weitgehend vermieden werden. Im Supermarkt muss man 1,5 m Abstand halten. Generell sollte auf eine Distanz von 2 m geachtet werden. Dabei kann keine ausführliche Unterhaltung geführt werden. Lieb gewordene Gewohnheiten sind verloren.

Die Bürgerinnen und Bürger halten sich – bis auf einzelne Ausnahmen – vorbildlich an die Auflagen. Im Supermarkt wacht die Crew über die Einhaltung der Vorschriften. Auf dem Wochenmarkt sorgen die Kunden selbst für den geforderten Abstand. Ein Foto vom 7. April  auf dem Markt in Neukieritzsch zeigt das positive Verhalten.

Der Frühling lässt die Natur erwachen, und die Temperaturen steigen auf Werte, bei denen man gern ein wenig spazieren geht. Der Aktionsradius für Bewegungen an der frischen Luft ist jedoch auch eingeschränkt – man spricht von 15 km im Wohnumfeld. So erhebt sich die Frage, wohin soll ich bei diesen Einschränkungen laufen?

Wasser ist Leben – sagt man. Und am Wasser kann man Vielfältiges sehen und erleben. In Neukieritzsch bieten sich die Bruchteiche für einen entspannten Spaziergang an. Kahnsdorf hat den Hainer und den Kahnsdorfer See vor der Tür. In Deutzen eignet sich die Adria in den zugänglichen Bereichen für einen Blick aufs Wasser. Die „Forelle“ in Kieritzsch kann auch die Bewohner von Lippendorf zu einem kleinen Spaziergang verführen. Größere Spaziergänge in den rekultivierten Waldgebieten sind auch möglich.

Darüber hinaus kann man sich an den Frühlingsblühern in den Gärten der Kleingartenanlagen erfreuen, die von den fleißigen Kleingärtnern angepflanzt wurden. Die Natur erwacht gerade und bietet ein buntes Bild.

Das Osterfest werden wir in diesem Jahr völlig anders begehen müssen.

Es hat aber in der Vergangenheit des Landes viele Feste gegeben, die zeitbedingt nicht in traditioneller Weise gefeiert werden konnten. Doch die darauf folgenden Jahre ließen Gewohntes wieder lebendig werden. So wird in naher Zukunft auch normales Leben wieder einkehren.

Claus Bruncke – Gemeinderat Neukieritzsch

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